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Alternative Brennstoffe

„Wir brauchen alternative Kraftstoffe“

Von Adrian Willig · 2020

CO2-arme, alternative Kraft- und Brennstoffe können einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Die Elektromobilität allein wird nicht reichen, die Verkehrswende voranzubringen, weiß Adrian Willig, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO). Daneben brauche es auch alternative Kraftstoffe – vor allem im Schwerlastverkehr und in der Luft- und Schifffahrt.

Warum können wir nicht den gesamten Verkehr auf Akku umstellen?

Weil das gerade bei schweren Fahrzeugen oder auf langen Strecken nicht funktioniert. In einem Flugzeug müsste der Akku so groß und schwer sein, dass am Ende keine Passagiere oder Fracht mehr mitfliegen könnten. Auch für Schiffe und Schwerlasttransporte sind Akkus keine Lösung. Hier brauchen wir alternative Kraftstoffe. Im Pkw-Verkehr wird es künftig ein Nebeneinander von batteriebetriebenen und herkömmlichen Autos geben. Ähnlich sieht es im Wärmebereich aus: Auch hier können alternative flüssige Brennstoffe fossile Energieträger zunehmend ersetzen.

Aber wo kommen die alternativen Brennstoffe her? 

Für die Herstellung CO2-reduzierter und -neutraler Kraft- und Brennstoffe gibt es verschiedene Pfade: Derzeit sind insbesondere biomassebasierte Produkte auf dem Markt erhältlich. In Zukunft werden alternative flüssige Energieträger aus unterschiedlichen regenerativen Quellen hergestellt. Zudem werden aufgrund des absehbar großen Bedarfs auch Importe synthetischer Energieträger aus grünem Wasserstoff und CO2 als Kohlenstoffquelle benötigt. Diese synthetischen Kraftstoffe lassen sich einfach speichern, leicht transportieren und ohne aufwendige Umrüstung in der heute genutzten Infrastruktur einsetzen. 

Und sind dabei CO2-neutral. 

Genau. In Produktionsverfahren wie Power-to-Liquid verbindet sich aus Wind- und Solarstrom hergestellter Wasserstoff mit CO2, das vorher der Luft entzogen wurde. Es entsteht ein geschlossener Kohlenstoffkreislauf, an dessen Ende nicht mehr CO2 freigesetzt wird, als zuvor verwendet wurde.

Wie geht es jetzt weiter?

Für einen erfolgreichen Markthochlauf alternativer Kraftstoffe bietet sich zunächst der Straßenverkehr an. Die europäische Mineralölindustrie hat dazu gerade den Plan "Clean Fuels for All" veröffentlicht. Schon 2035 könnte mit solchen Kraftstoffen in der EU so viel CO2 eingespart werden wie mit 50 Millionen Elektroautos. Darüber hinaus werden zusätzliche Importe aus Regionen außerhalb Europas eine wichtige Rolle spielen. Es gibt bereits viele zielgerichtete Projekte von Unternehmen unserer Branche. Benötigt werden nun geeignete und verlässliche Rahmenbedingungen für die notwendigen Investitionen.

Was sind Future Fuels und wofür brauchen wir sie?

Kontakt

Institut für Wärme und Oeltechnik e. V. (IWO)
Süderstraße 73 a
20097 Hamburg
E-Mail: info@iwo.de
Web: www.zukunftsheizen.de

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