Innovationen

Ideen für die Mobilität der Zukunft

Von Michael Gneuss · 2017

Neue Technologien inspirieren Erfinder, Start-up-Gründer, Wissenschaftler sowie die Forscher und Entwickler von großen Konzernen. Reflex stellt Ihnen sieben ausgefallene Projekte vor, die zeigen, in welchen Fahrzeugen und in welcher Infrastruktur wir uns eines Tages fortbewegen könnten.

Automatisch Parken

Bosch will das Parken komplett automatisieren und das Automated Valet Parking möglich machen. Autofahrer stellen dabei ihr Auto in einer Übergabezone vor dem Parkhaus ab und lösen per Smartphone-App den Parkvorgang aus. Das System aus Parkhausinfrastruktur und Fahrzeugsensorik lenkt das Auto in die Parklücke. Genauso kommt es wieder zurück zur Übergabezone.

Energiegewinnende Straßen

Im französischen Touruvre-au-Perche wurde Ende 2016 eine Straße aus Solarmodulen mit einer Länge von einem Kilometer freigegeben. Das Dorf will so die Straßenbeleuchtung mit Energie versorgen. Die nur ein paar Millimeter dicken Paneele sind so stabil, dass auch Lkws darüber rollen können.

Fliegende Autos

Erfindern aus den US-Hightech-Standorten geht das autonome Fahren nicht weit genug. Sie möchten, dass die Fahrzeug auch abheben können und zu autonom fliegenden Autos werden. Auch in Europa wird an solchen Ideen getüftelt. Airbus hat auf dem Genfer Autosalon das Konzeptfahrzeug Popup vorgestellt: Eine autonom fahrende Passagierkabine kann an geeigneter Stelle parken und eine ebenfalls selbständig agierende Drohne herbeirufen. Diese nimmt die Kabine auf und fliegt sie zum Zielort.

Intelligente Straßenlaternen

In Europa müssen in den kommenden Jahren etwa zehn Millionen Straßenlaternen ausgetauscht oder instandgesetzt werden, weil die Genehmigung für die veralteten Glühbirnen ausläuft. Für die Kommunen wird das teuer – oder aber sie machen aus den Laternen moderne Informationsknotenpunkte. Jedenfalls will das Urban Software Institute aus der Straßenbeleuchtung multifunktionale Masten machen, die mit allerlei Technik ausgerüstet werden – zum Beispiel mit Instrumenten zur Verkehrssteuerung, Sensorik zur Messung von Schadstoffen und CO2, Notruffunktionen, Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge und öffentlichem WLAN.

Leuchtende Drohnen

Das Berliner Start-up Bär Drones hat in Kooperation mit Osram eine Drohne entwickelt, die mit besonders leistungsstarken und leichten Lichtquellen ausgestattet ist. Die Drohnen könnten für Filmaufnahmen oder die Überwachung großflächiger Areale eingesetzt werden.

Schnellladende Akkus

En Team des Batterie-Spezialisten John Goodenough von der Universität Texas hat einen „Glas-Akku“ entwickelt, der in Minuten statt Stunden wieder aufzuladen sein soll. Zudem ist er sicherer und haltbarer. Der Akku nutzt festes Glas anstatt flüssiger Elektrolyte, um die Ionen zwischen Plus- und Minuspool zu transportieren. Goodenough ist auch einer der Miterfinder der heutigen Lithium-Ionen-Technologie.

Selbstfahrende Kleinbusse

Local Motors hat den Kleinbus Olli entwickelt, der den Nahverkehr revolutionieren soll und ohne Fahrer auskommt. Derzeit dreht Olli auf dem privaten Euref-Campus in Berlin-Schöneberg seine Runden. Mit neun km/h kutschiert er bis zu acht Fahrgäste über das Gelände. Olli ist zudem mit dem IBM-Supercomputer Watson vernetzt, der ihm künstliche Intelligenz einhaucht. Eines Tages wird der Kleinbus mit seinen Gästen sprechen können.

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